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Aktuelles Gedenken und Kenntnis an den bewaffneten, antikommunistischen Widerstand in Polen

Veröffentlicht am 07.03.2017

Verstoßene Soldaten (poln. Żołnierze wyklęci) werden polnische Wider-standskämpfer der antikommunistischen Untergrundorganisationen genannt, die in den Jahren 1944 bis 1963 in der Volksrepublik Polen gegen das pro-sowjetische kommunistische Regime gekämpften. Die Erinnerung an diese Kämpfer ist seit 2011 einen Gedenktag festgelegt worden.

Über die Hälfte der polnischen Bevölkerung (55%) haben über die bewaffneten Gruppen im Nachkriegs-Polen gehört (55%), die gegen die neuen, sowjetisch unterstützten Behörden kämpften. Sechs von hundert Personen beschreiben ihre Kenntnisse über das Thema als umfangreich (6%), über ein Drittel (36%) sagen, die Kenntnis sei durchschnittlich, während etwa einer von acht Befragten zugaben (13%), ein nur geringes Wissen zu haben. Wenig bekannt zu sein scheint in diesem Zusammenhang der am 1. März als Gedenktag der verstoßenen Soldaten: Mit diesem Datum wird es nur von jedem zwanzigsten Befragten assoziiert (5%).

Lars Bosse

Für die Mehrheit der Befragten  (66%), die zumindest ein wenig über den antikommunistischen Widerstand im Untergrund wissen, sind die Medien (TV, Radio, Printmedien oder Internet) ist die wichtigste Informationsquelle (35%), gefolgt von der Schule, Büchern, Filmen und Geschichts-präsentationen (25%). Eher selten sind Menschen mit einem orginären Interesse an dieser historischen Periode (6%) anzutreffen. Der Rest von 34% verweist am häufigsten auf Familienmitglieder, die die Ereignisse erlebt hatten (23%), selbst Augenzeugen waren (8%) oder in sehr wenigen Fällen selbst beteiligt waren (3%).

Lars Bosse

Die Befragung wurde vom 2. Bis 9. Februar 2017 durch das polnische Meinungsforschungsinstitut CBOS durchgeführt und in Newsletter 7/2017 veröffentlich.