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Meinungsbildüber ein Verfassungsreferendum in Polen

Veröffentlicht am 22.06.2017

Es zeichnet sich bisher kein einheiltliches Bild zu der Frage ab, ob es in Polen 2018 ein Referendum zur politsichen Zukunft Polens geben und wie danach die Verfassung geändert werden solle. Zum Vorschlag des Staatspräsidenten Andrzej Duda vom 3. Mai  wurden die Polen befragt.

Am Jahrestag der Verabschiedung der Verfassung vom 3. Mai, berichte Präsident Andrzej Duda von seiner geplanten Initiative, ein Referendum über die Richtungen der politischen Veränderungen in Polen durchführen zu lassen. Die Ergebnisse des geplanten Referendums würden dazu beitragen, eine neue Verfassung für Polen zu schaffen.

Die Reaktionen auf diese Idee des Staatspräsidenten waren sehr unterschiedlich, aber mehrheitlich positiv denn kritisch. Für Durchführung eines Referendums über die Richtung der politischen Veränderungen in Polen waren mehr die Hälfte der repräsentativ befragten erwachsenen Polen. Gegen ein Referendum in dieser Form sprachen sich 2/5 der Befragten aus.

Lars Bosse Polen

Die Initiative, die allem Anschein nach nicht mit der Leitung der Partei Recht und Gerechtigkeit [PiS] von Jaroslaw Kaczanyski abgestimmt. Dennoch befürwortet die Mehrheit der Wähler der PiS (76%) sowie der Partei Kukiz'15 (69%) ein Referendum. Bei der oppositionellen Bürgerplattform (PO) ist mit 71% die Mehrheit gegen ein solches Referendum.

Die repräsentative Umfrage wurde vom 1.-8. Juni 2017 vom Meinungsforschungsinstitut CBOS durchgeführt und im Newsletter 23/2917 vorgestellt.