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Stimmungsbild zu legalen Abtreibungen in Polen

Veröffentlicht am 07.04.2016

(W&R) Die katholische Kirche in Polen fordert ihren Dank für die WahlkampfAbtreibung Polen Lars Bosseunterstützung: die erste Verschärfung zum legalen Schwangerschaftsabbruch aus dem Jahre 1993 noch weiter soll eingeschränkt werden. Diese Debatte möchte der Chef der Partei Recht und Gerechtigkeit Jaroslaw Kaczynski möglichst vermeiden, besonders im Sejm. Könnte die Debatte und eine anschließende  verbindliche Abstimmung die PIS-Fraktion spalten. Daher hat er in den letzten Tagen verlauten lassen, eine eventuelle Abstimmung frei zu geben. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Meinung der Bevölkerung, die in einer aktuellen und repräsentativen Umfrage ermittelt worden ist.

Auf der Basis der Umfrage ergibt sich sind Bild, dass die Meinung zur Abtreibung nahezu dem gesetzlichen Regelungen entspricht: Der Schwangerschaftsabbruch sein nur dann zu akzeptieren, wenn bei der Schwangeren ihr Leben oder ihre Gesundheit bedroht seien. Ähnlich  sieht das die große Mehrzahl auch bei Vergewaltigungen oder Inzest. Insbesondere Polens Jugend spricht sich für eine Verschärfung des Abtreibungsrechts:  65 Prozent der 18 bis 24-jährigen wollen ein noch schärferes Abtreibungsverbot.

Bereits die Behinderung des Kindes ist schon bei fast doppelt so vielen Polen kein Grund mehr, eine Abtreibung vornehmen zu lassen (30% Verbot zu 53% Erlaubnis).

Eine schlechte wirtschaftliche Situation der werdenden Mutter (75%), persönliche Gründe (75%) oder der grundsätzliche Wunsch, keine Kinder (mehr) haben zu wollen (76%), reicht nach Ansicht der meisten Befragten nicht für legale Abtreibung aus.

 

Lagale Abtreibung Polen Lars Bosse Lagale Abtreibung Polen Lars Bosse